Aug 26, 2022

Fachkräftemangel: wie digitale Lösungen Angestellte entlasten

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500.000 fehlende Vollzeitkräfte bis zum Jahr 2030: wie der zunehmende Fachkräftemangel durch Digitalisierung abgefedert wird und medizinische Fachangestellte entlastet werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Für viele Ärztinnen und Ärzte gestaltet sich die Suche nach medizinischen Fachangestellten schwierig. Obwohl hohe Ausbildungszahlen zuletzt Anlass zur Hoffnung geben, hat insbesondere die Corona-Pandemie in der Berufsgruppe zur Unzufriedenheit beigetragen: nahezu 46% der Angestellten denken regelmäßig über einen Berufswechsel nach. Laut einem Bericht der Bertelsmann-Stiftung werden bis zum Jahr 2030 fast 500.000 Vollzeitkräfte fehlen, wenn sich gegenwärtige Trends fortsetzen. 

Den Mangel an medizinischen Fachangestellten spüren Versicherte aber schon heute. Dabei kann Digitalisierung zur Entspannung dieser Lage beitragen, indem sie Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachangestellte entlastet. Wie das gelingt, zeigen wir in diesem Beitrag. 

Aktuelle Herausforderungen im Praxisalltag

Nicht nur unzufriedene Patient:innen oder fehlende Wertschätzung sind dafür verantwortlich, dass viele medizinische Fachangestellte ihren Beruf als unattraktiv empfinden. Es ist auch die Vielzahl administrativer Aufgaben, die den Praxisalltag erschweren: riesiges Telefonaufkommen, eine umständliche Terminvergabe, zeitintensive Übermittlung von Dokumenten per Fax oder Brief oder das Ausstellen von Rezepten mit Rückfrage zur Unterschrift. 

Für Patient:innen entstehen so nicht nur lange Wartezeiten, auch die Qualität der Behandlung wird negativ beeinflusst. Aufgrund der Überlastung ihres Teams wenden Ärztinnen und Ärzte bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit in der Praxisverwaltung auf. Im Umkehrschluss bedeutet das: nur etwas mehr als die Hälfte der Arbeitszeit verbleibt für die persönliche Behandlung von Patient:innen.

So entlasten digitale Lösungen Ihre Fachangestellten

Es ist kein Geheimnis, dass die flächendeckende Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken und fehlender technischer Ausstattung bzw. Anbindung noch nicht gelungen ist. Und doch: digitale Lösungen wie die Online-Terminbuchung oder Videosprechstunden werden auch heute schon rege genutzt. Und genau hier besteht großes, Potenzial eine Menge Zeit zu sparen:.

  • Die Online-Terminvergabe kann von Ihnen präzise konfiguriert werden, auch außerhalb von Sprechzeiten und v.a. ganz ohne Telefon vorgenommen werden. Zudem ist der Austausch von Anamnese- oder Aufklärungsbögen schon vor dem Praxisbesuch möglich, was Patientenaufnahme und Wartezeit verkürzt.
  •  Die Videosprechstunde bietet für Patient:innen den Vorteil, dass sich Anfahrtswege und Wartezeit erübrigen, während sich Ihr Patientenaufkommen in der Praxis reduziert. Das lohnt sich v.a. für Beratungsgespräche, Kontroll- und Routineuntersuchungen, spart Zeit und erhöht Ihre Reichweite.  
  •  Ist sie erstmal in der Fläche angekommen, lassen sich über die elektronische Patientenakte (ePA)Gesundheitsdaten schnell und umfassend abrufen. Alle relevanten Informationen zur ePA finden Sie hier.
  • auch das E-Rezept wird - sobald es per App verfügbar ist - Zeit zur Ausstellung von Verordnungen sparen. Das gleiche gilt auch für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).

All das sind Vorteile, die sich für Praxisteams und - inhaber:innen ergeben. Neben digitalen Anwendungen braucht es dazu aber vor allem eines: den Willen zum Gelingen!

Fazit: jetzt digitalisieren!

Die Digitalisierung ist ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und wird in naher Zukunft alle Bereiche des Gesundheitswesens durchdringen. Schon heute lohnt sich der Schritt zur Digitalisierung Ihrer Praxis. 

Sie haben Fragen zur Online-Terminvergabe, Videosprechstunde oder der digitalen Praxis. Kommen Sie gern auf uns zu!

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