Digitale Patientenreise: Neue Lösungen für die Behandlung der Zukunft


GettyImages-1152844782

Zur Patientenreise zählt mehr als Websites und Internetforen. Erfahren Sie, wie digitale Services Patient:innen in Diagnose und Therapie unterstützen!

Arztsuche im Internet, Terminvereinbarung per Telefon und persönliche Nachsorgetermine: obwohl digitale Services im Alltag von Patient:innen und Ärzte angekommen sind, wird ihr Potenzial oft nur punktuell abgerufen. Dabei gibt es gute Gründe, während der gesamten Patientenreise auf digitale Lösungen zu setzen. Worin die wichtigsten Schritte zum Behandlungserfolg liegen und was Digitalisierung dabei leisten kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Von der Arztsuche zum Behandlungserfolg 

Je nach Fachgebiet  und Art der medizinischen Einrichtung kann die Patientenreise stark variieren. Und doch gibt es einige zentrale Stufen, die nahezu jede/r Patient:in auf ihrem Weg zum Behandlungserfolg zurücklegt:

Arztsuche und Terminbuchung

Akute Symptome, die Vorsorgeuntersuchung oder ein Wohnortwechsel: die Gründe zur Arztsuche sind vielfältig. Dennoch hat die Suche oft eines gemeinsam: Der erste Schritt bei der Entscheidungsfindung ist das Internet - ob in Suchmaschinen oder auf Arzt-Patienten-Plattformen. So nutzen ca. 70 Prozent der Deutschen das Internet, um den passenden Arzt oder die passende Ärztin zu finden.

Und auch die Terminvereinbarung läuft in vielen Arztpraxen digital ab. Dabei lässt sich der nächste Arztbesuch mittels Online-Terminvergabe für Patient:innen unabhängig von Sprechzeiten und Ort buchen. Dabei kann die Praxis durch automatische Terminerinnerungen, die Festlegung eines Ausfallhonorars oder eine No-Show-Ermahnung sicherstellen, dass Patient:innen ihre Termine auch wirklich wahrnehmen. Die Versendung wichtiger Dokumente wie des Anamnese- oder Aufklärungsbogens spart zudem Zeit und entlastet das Praxisteam. Auch  bei administrativen Tätigkeiten, die im Arbeitsalltag von Ärztinnen und Ärzten bis zu 40 Prozent der Wochenarbeitszeit beanspruchen, sorgen digitale Anwendungen für Entlastung.

Die Begegnung mit Ihren Patient:innen

Der Abbau administrativer Hürden spart Zeit für das Wesentliche: die persönliche Begegnung. Digitalisierung bedeutet ist daher kein Mehr an Technik und ein Weniger an Persönlichkeit, ganz im Gegenteil.

Die medizinische Behandlung

Dass digitale Anwendungen in Behandlung und Therapie erfolgreich einsetzbar sind, zeigt die Studie der BDI - Initiative Gesundheit Digital anhand eines Beispiels au der Onkologie. Darin wurde die digital gestützte Behandlung von Patient:innen mit einer Tumordiagnose abgehandelt – von der Prävention bis zur Nachsorge.

So lässt sich das Screening beispielsweise durch KI-basierte Screener in der Dermatologie schnell und präzise vornehmen. Datengestützte Bilderkennung ermöglicht es zum Beispiel, das Hautkrebsrisiko beim milimeter-genauen Scannen von Muttermalen genau einschätzen zu können.

Auch in der Diagnostik kann künstliche Intelligenz helfen, falsch-negative Diagnosen zu verhindern. Indem Patientendaten miteinander verglichen werden, lässt sich das potenzielle Risiko bei einer Kombination von Symptomen gezielter einschätzen. Essenziell wichtig dafür ist eine solide Datenbasis; im Fall der Früherkennung von Hauptkrebs ist das z.B. hochauflösendes Bildmaterial. Computergestützte Screening-Technologien haben dem Menschen gegenüber einen entscheidenden Vorteil: sie können prinzipiell unendlich viele Datensätze miteinander abgleichen, um Übereinstimmungen zu finden. 

Digitale Nachsorge

Nach dem Arztbesuch und der verordneten Therapie ist die ärztlichen Behandlung oft noch nicht abgeschlossen. In Kontroll- und Nachsorgeterminen vergewissern sich Ärztinnen und Ärzte über den Behandlungserfolg oder passen die Therapie bei Bedarf an. Ähnlich wie Vorbesprechungen lassen sich solche Kontrolluntersuchungen auch häufig über Videosprechstunden abbilden. Tritt die Linderung der Symptome wie erhofft ein, reicht ein kurzes Update per Video. War die Behandlung nicht erfolgreich, können Patient:innen im Anschluss an die Videobesprechung einen Termin vor Ort vereinbaren.

Einen weiteren Vorteil für Pateint:innen bringt die Digitalisierung ärztlicher Dokumentation mit sich: zum einen müssen Sie als behandelnder Arzt bzw. Ärztin weniger Zeit zur Dokumentation aufwenden, zum anderen haben Sie unter Einwilligung Ihrer Patient:innen Zugriff auf eine Vielzahl digitaler Dokumente und Gesundheitsdaten. Spätestens mit der flächendeckenden Einführung der elektronischen Patientenakte sind diese Möglichkeiten nicht länger visionären Theorien. 

Und auch Patient:innen selbst behalten durch digital gespeicherte Arztbriefe, Laborbefunde oder Untersuchungsergebnisse ihren Gesundheitszustand immer im Blick. Dieser Austausch von Informationen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg vom punktuellen Arztbesuch zur langfristigen Arzt-Patienten-Beziehung.

Fazit: Vieles ist bereits jetzt möglich

Um den Weg von Patient:innen bestmöglich digital zu begleiten, stehen Ärztinnen und Ärzten bereits heute eine Vielzahl von Services und Tools zur Verfügung. In diesem Beitrag haben wir deutlich gemacht, weshalb es sich auszahlt, sie auch zu nutzen.

Wenn Sie mehr zum Thema digitale Praxis erfahren möchten, kommen Sie gerne auf uns zu und buchen Ihren individuellen Beratungstermin.

>> Jetzt kostenlos beraten lassen!