Die Top 5 Healthcare Trends 2023

 

 

Healthcare Trends 2023

In den letzten Jahren hat die Gesundheitsbranche einen starken Umbruch erlebt: Die Pandemie, der zunehmende Fachkräftemangel, die Digitalisierung und der demographische Wandel haben die Branche nachhaltig verändert.

Neue Herausforderungen sind entstanden, für die Ärzte und Ärztinnen nun Lösungswege finden müssen, um weiterhin eine optimale Patientenversorgung und den Praxiserfolg zu gewährleisten. In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen 5 Healthcare Trends vor, die aus unserer Sicht in 2023 eine besonders starke Rolle spielen werden.

Trend #1: Zunehmender Fachkräftemangel

Der wachsende Fachkräftemangel trifft die Gesundheitsbranche hart. Flächendeckend fehlt es an dringend benötigtem medizinischem Personal: Auf 100 offene Stellen zählt die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2021 noch 102 Medizinische Fachangestellte, ein Jahr später nur noch 75.

Die Situation wurde durch die Corona-Pandemie zudem deutlich verschärft: Durch den zusätzlichen Stressfaktor sind sehr viele Gesundheitsfachkräfte an ihre Belastungsgrenzen gestoßen, so dass sie ihre Karriereoptionen zunehmend überdenken. Eine aktuelle Studie von PwC geht sogar davon aus, dass bis zum Jahr 2035 insgesamt 1,8 Millionen Gesundheitsfachkräfte fehlen werden. 

Neben dem demografischen Wandel sind es vor allem die hohe Arbeitsbelastung, die fehlende gesellschaftliche Anerkennung und die unzureichende Vergütung des Berufszweiges, die den medizinischen Pflegeberuf immer unattraktiver erscheinen lassen. In der Pflege ist daher die Wechselbereitschaft des Personals in andere berufliche Felder besonders hoch, wie die oben genannte PwC-Studie ermittelte.

Was ist zu tun? Die Forderung nach einer neuen Gesundheits- und Pflegepolitik, die bessere Arbeitsbedingungen schafft, die gesellschaftliche Anerkennung für Gesundheitsfachkräfte fördert und eine schnellere Digitalisierung ermöglicht, werden immer lauter. Die aktuellen Lösungsansätze seitens der Politik sind auch richtig und wichtig. Sie reichen allerdings bei Weitem nicht aus, um akut gegenzusteuern und die Situation kurzfristig zu verbessern. 

Der Handlungsbedarf liegt auch bei jeder einzelnen Gesundheitseinrichtung. Der Einsatz neuer Technologien birgt derzeit die größten Potenziale, um die Auswirkungen des Fachkräftemangels im Healthcare-Bereich abzufedern. So nehmen digitale Tools wie die Arzt-Patienten-Plattform von jameda einer modernen Arztpraxis zahlreiche Arbeitsschritte ab, sparen wertvolle Zeit und reduzieren so die Arbeitsbelastung signifikant. Weiterer Pluspunkt: Knapp 42 % der im Gesundheitsbereich tätigen leitenden Angestellten und Ärzte, die an einem Pflegeberuf interessiert sind, geben an, neue Technologien würden den Pflegeberuf attraktiver machen.

Trend #2: Veränderte Arzt-Patienten-Beziehung

Die digitale Durchdringung nahezu aller Lebensbereiche hat ebenfalls große Auswirkungen auf die Arzt-Patienten-Beziehung. Die Patienten von heute erwarten eine individuelle, serviceorientierte Betreuung und autonome Online-Prozesse, die sie selbst verwalten können. Statt minutenlang in Telefonschleifen zu hängen, möchten sie ihre Termine mit wenigen Klicks bequem online vereinbaren und verwalten. Das baut auch immensen Frust ab: Für jeden zweiten Patienten sind telefonische Warteschleifen ein großes Ärgernis, wie eine aktuelle Studie von jameda im November 2022 mit über 1.000 Teilnehmern ergab. 

Einen starken Einfluss auf die Arzt-Patienten-Beziehung haben außerdem die immer besser informierten Patient:innen selbst. Jegliche Symptome und Krankheitsbilder sowie die passende Ärztin oder der passende Arzt können jederzeit schnell im Internet nachgeschlagen werden. Das macht Patient:innen nicht zu Fachexperten, führt aber zu einem besseren Verständnis für die Behandlungsempfehlungen der Ärzt:innen - und letztendlich zu einer optimierten Patientenversorgung und schnelleren Behandlungserfolgen.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich Ärzte überzeugend als Fachexperte positionieren und online mit ihrem Service wie zum Beispiel Magen- und Darmspiegelungen, Impfungen oder Unterstützung bei Depressionen oder ADHS usw. gut auffindbar sind – etwa mit einem aussagekräftigen Online-Profil auf einer Arzt-Patienten-Plattform.

Trend #3: Steigende Bedeutung der Patient Journey

In einer Welt, in der alle Informationen und die nächste Praxis nur einen Klick weit entfernt sind, ist es besonders wichtig, die Patient:innen an sich zu binden und ihnen ein wertschätzendes und personalisiertes Erlebnis zu bieten. Große Kliniken und Gesundheitseinrichtungen nutzen dafür schon seit Längerem die Visualisierung der Patient Journey - also den Weg der Patient:innen von ihrer ersten Erkrankung über die einzelnen Phasen der Behandlung hinweg bis hin zur Nachsorge bei erfolgreich abgeschlossener Therapie.

Diesem Anspruch müssen sich zunehmend auch kleinere Praxen stellen. Der Patient oder die Patientin von heute möchte sich während seiner oder ihrer Patient Journey durchgehend gut betreut fühlen. Oftmals fehlt es dafür jedoch an ausreichend Gesundheitsfachkräften. 

Auch hierbei schaffen digitale Tools einen wertvollen Mehrwert. Sie helfen Ärzten und Ärztinnen dabei, die Patienten Journey als ein durchgehend positives Erlebnis zu konzipieren. Dies kommt nicht nur den Patient:innen zugute. Der kluge Einsatz von Technologien in der Patient Journey erlaubt es der Ärztin bzw. dem Arzt, das Praxispersonal merklich zu unterstützen und die Auslastung zu optimieren. So können bspw. Wartezeiten durch Videosprechstunden reduziert werden, indem Patienten auf der Warteliste automatisiert vorrücken, wenn Termine kurzfristig frei geworden sind. 

Trend #4: Umstellung auf präventionsorientierte Medizin dank Datenanalysen

Die Entwicklung weg von der reaktiven Versorgung hin zu präventiven Maßnahmen gehört mit zu den wichtigsten Trends im Jahr 2023. Denn ohne die Umstellung auf eine vorbeugende Medizin wird angesichts des hohen Fachkräftemangels keine ausreichende Patientenversorgung für die zunehmend alternde Gesellschaft möglich sein.

Die Ausbreitung von Gesellschaftskrankheiten wie Diabetes Typ II, Adipositas, oder Herzerkrankungen könnte durch die Überwachung des Ernährungsverhaltens und des Suchtmittelkonsums minimiert werden. Ebenso kann der richtige Umgang mit neuen Volkskrankheiten wie Stress, schwerwiegenden Folgen wie Depressionen und Burn-out vorbeugen, sofern man diese frühzeitig erkennt. 

Der Erfolg einer präventiven Medizin hängt insofern maßgeblich davon ab, ob Ärzt:innen Probleme schon dann erkennen, wenn erste Faktoren auf ein Risiko hinweisen. Die Grundlage dafür bilden Patientendaten, die kontinuierlich mithilfe digitaler Tools erfasst und analysiert werden müssen. Eine sorgfältige Analyse von Patientendaten liefert darüber hinaus weitere Vorteile:

  • Verbesserung des Gesundheitszustands von Patient:innen
  • Frühzeitige Erkennung von unerwünschten Gesundheitsentwicklungen
  • Individuellere Anpassung der Therapie an die Patient:innen (personalisierte Medizin)
  • Höhere Wirtschaftlichkeit der Praxis 
  • Unterstützung der Arbeit des medizinischen Personals

Trend #5: Patient Flow Management

Viele Probleme im Gesundheitswesen entstehen, weil Abläufe nicht klar strukturiert und Prozesse ineffizient sind. Deshalb sollten Praxen im Jahr 2023 ein besonderes Augenmerk auf das Patient Flow Management legen. Darunter versteht man die Bemühungen von Krankenhäusern, Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen, die Bewegung von Patienten durch ihre Einrichtungen so effizient wie möglich zu gestalten.

Somit schafft ein effizientes Patient Flow Management eine schnellere und qualitativ hochwertigere Patientenversorgung, führt zu einer höheren Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit und senkt die Kosten im Gesundheitswesen. 

Das Patient Flow Management gelingt Ärzt:innen besonders gut mit digitalen Tools und dort, wo es standardisierte Prozesse gibt oder wo diese geschaffen werden können. Ein Beispiel dafür liefert die Online-Terminvergabe. Sagt bspw. eine Patientin oder ein Patient einen Termin kurzfristig ab, kann der Termin mithilfe von digitalen Tools wie jameda einfach und schnell an eine andere Person vergeben werden. Gleichzeitig helfen automatisierte Kampagnen dabei, die Verbindlichkeit und Bindung der Patient:innen zu stärken. 

Die Bedeutung von Healthcare Trends für Ihre Arztpraxis

Diese fünf Trends und großen Herausforderungen der Healthcare-Branche - fehlende Fachkräfte, eine veränderte Arzt-Patienten-Beziehung und der Wandel hin zu einer personalisierten und präventiven Medizin werden die Arbeitsweise von Ärzt:innen und medizinischem Personal grundlegend verändern. Eine Reform der Gesundheitspolitik ist dringend nötig, um die strukturellen Probleme der Branche langfristig zu lösen. 

Doch auch Ärzt:innen können und sollten sich auf die Trends 2023 einstellen und deren Vorteile für sich nutzen. Das müssen sie allerdings nicht alleine tun: Software-Tools wie unsere Arzt-Patienten-Plattform erlauben Patient:innen ein selbstständiges Terminmanagement und sparen dem Praxispersonal viel Zeit für andere Aufgaben. Mit den Videosprechstunden über jameda kann eine moderne und flexible Patientenversorgung sichergestellt werden.

Dank einer optimalen Sichtbarkeit Ihres Arztprofils können Patient:innen den passenden Arzt oder Ärztin schneller finden. Von diesen und zahlreichen weiteren Vorteilen können Sie beim Einsatz der jameda Arzt-Patienten-Plattform profitieren - und für Ihren Praxiserfolg in 2023 sorgen. 

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